Kinder


Das Kinder- und Familiengesetz 2014 hat „Kinderregelungsverfügungen“ im englischen Familienrecht eingeführt und Verfügungen über Umgang und Wohnrecht abgelöst. Es hat auch eine neue Annahme in die Kindeswohlkriterien eingefügt und erlaubt es jetzt dem Gericht Verfügungen über elterliche Verantwortung zugunsten von nicht-Eltern zu machen, mit denen ein Kind Zeit verbringt oder Umgang hat.


Ein Sorgerecht, wie in Deutschland, gibt es in England nicht in diesem Sinne. Stattdessen gibt es den Begriff der elterlichen Verantwortung und das Gericht kann diverse Verfügungen erlassen.

Für die meisten Familien mit Kindern sind diese der Familienmittelpunkt und die Hauptsorge, wenn sich Paare trennen. In diesem Bereich finden Sie gratis Informationen zu:

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Streitigkeiten in Bezug auf Kinder sind oft sehr emotionsgeladen und häufig fühlt sich ein Elternteil stark unfair behandelt oder meint das er das Kindeswohl beherzig, aber der andere Elternteil das nicht tut. Manchmal gibt es keine Alternative zu einem Antrag bei Gericht. Dennoch sollte man nicht vergessen, das in gewisser Weise die Eltern über viele Jahr in der Zukunft zusammenarbeiten müssen, mindestens bis das Kind 18 Jahre alt ist, aber oft auch darüber hinaus. Wenn die Ablehnung zwischen den Eltern sehr groß ist, muss ein junger Erwachsener manchmal entscheiden, welchen Elternteil er zu seiner Hochzeit einlädt, und dabei den anderen ausschließt, oder ob er beide einlädt und damit am großen Tag einen Familienstreit riskiert.

Es ist es daher immer Wert, zumindest eine Pause einzulegen, einen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, ob ein alternativer Ansatz nicht doch möglich ist. Da die Fragen oft mehr praktischer und psychologischer als juristischer Natur sind, ist Mediation oft ein guter Weg der Konfliktlösung, wie auch das „Collaborative Law“. Daher ist es Pflicht für jeden, der einen Antrag bei Gericht zu einer Kinderregelungsverfügung stellen möchte, erst zu einem Mediationsinformations- und Einschätzungstreffen (MIAM) zu gehen (mit ein ganz paar Ausnahmen). Sowohl Eltern wie auch Kinder können Unterstützung zu dieser Zeit gut gebrauchen.

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10. Februar 2015 von Andrea Woelke