Kinderregelungsverfügungen

Die Regierung kam zu dem Schluss, dass Eltern Anträge zum Wohnrecht und Umgang machten, weil ihnen der Status einer solchen Verfügung wichtiger war, als dass es einen wirklichen Streit um die Regelungen gab. Um unnötige Anträge zu vermeiden, wurden die Begriffe des Wohnrechts und des Umgangs am 22. April 2014 abgeschafft und durch „Kinderregelungsverfügungen“ ersetzt. Diese sind definiert als Verfügungen:

„(a)  darüber bei wem ein Kind wohnt, mit wem es Zeit verbringt oder sonst Umgang hat, und

(b) wann ein Kind bei jemandem wohnt, oder mit jemandem Zeit verbringt oder Umgang hat.”

Daher gibt es tatsächlich zwei Arten von Kinderregelungsverfügungen, nämlich solche, die bestimmen

  1. bei wem ein Kind wohnt und wann es da wohnt, und
  2. wann und wie ein Kind mit jemandem Zeit verbringt oder sonst Umgang hat.

Diese sehen dann gar nicht so anders aus als Wohnrechts und Umgangsverfügungen und tatsächlich ist das Gesetz auch so geändert worden, dass, wo „Wohnrechtsverfügung“ stand, jetzt „eine Verfügung darüber, bei wem ein Kind lebt und wann es dort lebt“ steht, und wo „Umgangsverfügung“ stand, jetzt „eine Verfügung darüber, mit wem ein Kind Zeit verbringt oder sonst Umgang hat“ steht (oder Variationen dieser Formulierungen).

Da in unserer Erfahrung Richter und Anwälte immer noch über den „sorgetragenden Elternteil“ reden, ist anzuzweifeln, ob diese Gesetzesänderung mehr erwirkt hat, als das Kindergesetz nur noch für Juristen verständlich zu machen.

Weil die Erwägungen für das Gericht anders sind, wenn es darüber entscheidet, wo ein Kind leben soll oder wie viel Zeit es mit jemandem verbringen soll, haben wir diese auf zwei verschiednen Seiten über

dargelegt.

Am Besten ist natürlich immer, dass man den Gerichtsweg vermeidet, denn ein Richter kann nur eine Verfügung erlassen, aber nicht persönlich überwachen, dass das Kind bestimmte Zeit mit einem Elternteil verbringt. Eine Verfügung vollstreckt sich nicht selbst: wenn jemand die Verfügung nicht befolgt oder auf Kleinigkeiten herumreitet, wird die Beziehung weiterhin schwierig bleiben. Außerdem, werden im Leben eines Kindes immer wieder neue Fragen aufgeworfen, über die sich die Eltern einigen müssen.

Die Mediation ist ein kostengünstiger Weg, außerhalb des Gerichtssystems Lösungen zu finden, und sie eignet sich insbesondere für Fragen um Kinder. Daher ist es Pflicht für jeden, der einen Antrag bei Gericht zu einer Kinderregelungsverfügung stellen möchte, erst zu einem Mediationsinformations- und Einschätzungstreffen (MIAM) zu gehen (mit ein ganz paar Ausnahmen). Unsere Seite über Unterstützung hat eine Vielzahl von Quellen, die Eltern helfen, erfolgreich zusammenzuarbeiten und dadurch die Entwicklung ihres Kindes zu fördern.

Für Rechtsberatung zu Ihren persönlichen Umständen, nehmen Sie bitte mit Andrea Woelke bei Alternative Family Law Kontakt auf. Rufen Sie uns unter 020 7407 4007 (+44 20 7407 4007 aus dem Ausland) an, oder schicken Sie uns eine (bitte geben Sie Ihren vollen Namen, sowie den der anderen Person in Ihrem Fall und Ihre Telefonnummer, auf der wir Sie zurückrufen können, an).

Bitte beachten Sie, dass wir keinen Vertrag haben, Mandate auf der Basis der Prozesskostenhilfe (Legal Aid) anzunehmen. Wenn Sie meinen, Ihre finanziellen Umstände könnten Sie zu Legal Aid berechtigen, schauen Sie bitte auf dieser staatlichen Webseite nach und nehmen Sie mit einem Anwalt, der einen Legal Aid Vertrag hat, Kontakt auf.

10. Februar 2015 von Andrea Woelke