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Gerichtliche Verfügungen

Das Gericht kann die folgenden Verfügungen machen:

Unterhalt

Zahlungen für Ehepartner oder (s.a. Kindesunterhalt), die weitgehend von den Bedürfnissen des Antragstellers, den Mitteln des Zahlenden und dem Lebensstandard der Familie abhängig sind. Gegebenenfalls kann Unterhalt durch an einen Vermögensgegenstand gesichert werden. In wohlhabenden Verhältnissen kann Unterhalt auch dazu dienen, Einkommen über den Bedarf hinaus in der Zukunft zu teilen.

Abschlagszahlungen

Diese können entweder das Vermögen ausgleichen, oder Unterhalt als Abschlagssumme darstellen, oder beides tun. Weil die englischen Gerichte erwägen müssen, ob die finanziellen Verpflichtungen zwischen den Ehegatten endgültig geregelt werden können, wird oft, wenn möglich, eine Abschlagszahlung statt laufendem Unterhalt verfügt. Die Zahlung ist meist weniger als einfach die Summe der monatlichen Unterhaltszahlungen für die Zukunft und es gibt komplizierte Berechnungsmethoden, um auf diese Zahlung zu kommen.

Eigentumsübertragungen

Das Gericht kann z.B. ein Haus an den einen übertragen, vielleicht in Zusammenhang mit einer Abschlagszahlung and den anderen, also eigentliche ein Herauskaufen. Es kann auch andere Dinge übertragen, z.B. ein Auto oder Aktien.

Eigentumsverkauf

Das Gericht kann verfügen, dass eine Immobilie verkauft und der Erlös in bestimmter Weise geteilt wird.

Vertagung eines Verkaufs

Das Gericht kann auch verfügen, dass Eigentum für eine bestimmte Zeit nicht verkauft wird, z.B. dass ein Haus nicht verkauft wird, bis die Kinder unabhängig sind.

Alternsrententeilung

Das Gericht kann Betriebsrenten und Privatrenten zu jeglichen, nicht unbedingt gleichen, Teilen aufteilen, verfügen, dass Unterhalt direkt von der monatlichen Rente gezahlt wird oder dass eine Abschlagszahlung direkt von einer Zahlung, die im Todes- oder Verrentungsfall gezahlt wird, gemacht werden soll. Renten sind kompliziert und deshalb ist Beratung durch Experten unerlässlich. In vielen Fällen teilt das Gericht die Renten nicht auf, sondern gleicht mit der Verteilung anderer Vermögensgegenstände aus. Das Gericht braucht den Bartransferwert („Cash Equivalent Transfer Value“, „CETV“) und Zukunftsprojektionen, um die Renten und Pensionen in Betracht ziehen zu können. Weil die Kassen bis zu drei Monate Zeit haben, dies herauszuschicken, sollten Sie diese so früh wie möglich beantragen.

Wenn sich die Parteien einigen, können sie selbstverständlich andere Übereinkünfte treffen, einschließlich solcher, die das Gericht nicht verfügen kann. Da dass Gericht allerdings solche Teile des Vergleiches nicht unbedingt vollstrecken kann, ist es wichtig, die Verfügung sorgfältig zu entwerfen, was in jedem Fall von einem Experten gemacht werden sollte.

Für Beratung und Vertretung nehmen Sie mit Alternative Family Law und Andrea Woelke Kontakt auf.

 

 

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© Andrea Woelke 2008