Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Probleme, die aus dem Ende einer Beziehung entstehen, zu lösen. Nicht jede Möglichkeit ist für jeden Fall geeignet. Dieser kurze Überblick kann helfen zu entscheiden, welche für Sie die richtige ist.
Im Groben gibt es die folgenden Möglichkeiten:
Sie finden genauere Informationen zur Mediation und zum Collaborative Law auf separaten Seiten.
Sie können versuchen, direkt mit Ihrem ehemaligen Partner zu reden und – mit oder ohne die Hilfen von Anwälten – zu einer Übereinkunft zu kommen. Dies funktioniert für Paare, bei denen es nicht viele Punkte zu lösen gibt und die sich emotionell über die Trennung hinweggesetzt haben, z.B. kinderlose Paare, wo beide arbeiten und beide zu dem Schluss gekommen sind, dass die Beziehung zu Ende ist. Wenn Sie meinen, Sie möchten das versuchen, werden Sie anwaltliche Beratung und Hilfe auf Ihrem Weg wertvoll finden. Dieser Weg ist die Ausnahme und die meisten Menschen möchten einfach nicht direkt mit Ihrem ehemaligen Partner sprechen, oder direkte Gespräche sind zu schwierig.
Direkte Verhandlungen können manchmal zu Missverständnissen führen, die wiederum Menschen dazu bewegen, um ihre Position herum Schutzmauern zu bauen. Dies verhärtet dann die Positionen und macht es den Parteien extrem schwierig, sich aufeinander zu zu bewegen. Mediation und Collaborative Law versuchen diese Falle zu verhindern. ![]()
In vielen Fällen kommt es durch Verhandlungen zwischen Anwälten, die meist im Schriftwechsel stattfindet, zu einer Einigung. Leider führt diese Methode meist dazu, dass sowohl Anwälte als auch Mandanten sich das zum Maßstab setzen und sich deshalb auch darauf konzentrieren, was das Gericht verfügen würde. Der formelle Schriftwechsel wird oft als feindliche Aktion empfunden und führt dann dazu, dass sich die Fronten verhärten. Deshalb ist der endgültige Vergleich oft nicht der, der für die Familie am besten gewesen wäre. Während es wichtig ist, Ihre Interessen zu vertreten, ist es am besten, sich auf mögliche Lösungen zu konzentrieren anstatt auf einen gerichtlichen Streit, zu dem es wahrscheinlich gar nicht kommen wird. ![]()
Obwohl nur ca. 5-10% von Fällen in Finanzsachen bei Scheidungen bis zu einer Hauptverhandlung kommen und sich die Parteien in allen anderen Fällen früher vergleichen, konzentrieren sich Anwälte und Mandanten darauf, was das Gericht entscheiden würde, und auf die Dinge, die das Gericht verfügen würde. Verhandlungen sind dann resultatbezogen und konzentrieren sich meist auf die Prozentsätze, zu denen das Vermögen und das Einkommen aufgeteilt wird.
Wenn man sich auf den Gerichtsprozess konzentriert, bleibt oft kein Raum für laterales Denken, um Lösungen zu finden, die für die ganze Familie eigentlich besser sein könnten. Manchmal lässt sich der Gerichtsprozess nicht vermeiden, z.B. wenn eine Partei versucht Vermögen zu verheimlichen. In solchen Fällen ist es wichtig, dass Ihr Anwalt sie mit fachmännischer Sachkenntnis vertritt und dabei nicht die Gesamtkosten aus den Augen verliert, die in solchen Fällen sehr hoch sein können.
Sie finden Informationen zum Gerichtsverfahren bei Anträgen auf finanzielle Versorgung nach Scheidung oder Lebenspartnerschaftsauflösung im Finanzen-Bereich dieser Webseite. ![]()
Dies hat sich in England seit dem Ende der 80er Jahre etabliert. Bei der Mediation treffen sich die Partner mit dem Mediator, der auch Anwalt-Mediator sein kann, und lösen die Probleme in Mediationstreffen zu dritt. Mediation kann sich mit allen Problemen beschäftigen, oder z.B. nur mit dem Umgang, dem Kontakt, den die Kinder mit dem fernlebenden Elternteil haben. In den meisten Fällen funktioniert die Mediation, die auch im Vergleich sehr kostengünstig ist. Beide Parteien können natürlich gleichzeitig alle Probleme weiterhin mit ihren Anwälten diskutieren.
Der Mediator ist unabhängig und kann nicht gleichzeitig bei der Kanzlei einer der Parteien tätig sein. Mediation funktioniert aber nicht für alle Paare, wenn es z.B. eine Vorgeschichte von Machtkämpfen oder Gewaltanwendung gibt. Im Allgemeinen gesagt, müssen sich beide Partner sehr dem Prozess verpflichtet fühlen und emotional dazu in der Lage sein. Der Mediator selbst muss der richtige für die Familie sein und sollte sorgfältig ausgesucht werden.
Mediation funktioniert meist am besten, wenn beide Partner unterstützend von ihren eigenen Anwälten beraten und geleitet werden.
Andrea Woelke arbeitet als Mediator mit vielen Paaren und bietet preisgünstige Tarife für Mediation in Zentral-London an.
Als Mediator ist er auch bestens qualifiziert, Mandanten zu beraten, während sie bei einem anderen Mediator die Mediation machen.
Sie finden weitere Informationen auf der Seite zur Mediation. ![]()
Dies hat sich in den USA und in Kanada etabliert und hat in England seit 2003 angefangen Fuß zu fassen. In Österreich macht es auch Anfänge, in Deutschland noch keine. Wenn sich ein Paar darauf einigt auf diese Weise zusammenzuarbeiten und beide Anwälte im Collaborative Law geschult sind, werden alle Probleme am runden Tisch mit allen vier Beteiligten gelöst. In bestimmten Fällen können Andere hinzugezogen werden, z.B. Experten oder Finanzberater.
Beide ehemaligen Partner und beide Anwälte arbeiten in diesem Prozess zusammen und verpflichten sich, nicht zu Gericht zu gehen. Das heißt, dass falls der Prozess des Collaborative Law zusammenbräche, beide Parteien zu neuen Anwälten gehen müssten. Dies ist eine starke Motivation für alle vier daran zu arbeiten, dass der Prozess erfolgreich ist, und daher ist die Ausfallquote gering. Genau wie bei der Mediation erlaubt es der Prozess, dass man Lösungen findet, die außerhalb dessen sind, was das Gesetz vorschreibt oder was das Gericht verfügen kann. Diese Methode öffnet deshalb die Möglichkeit, dass man Lösungen findet, die beide Partner akzeptieren und die es ihnen erlauben eine gute Beziehung aufrecht zu erhalten oder wieder aufzubauen.
Selbst in den seltenen Fällen, in denen der Prozess zusammenbricht, kann die Offenlegung der finanziellen Informationen in Verhandlungen oder für den Gerichtsprozess benutzt werden und es sollte deshalb nicht dazu kommen, das geleistete Arbeit noch einmal gemacht werden muss.
Sie finden weitere Informationen auf der Seite über Collaborative Law.
Andrea Woelke ist im Collaborative Law geschult und kann andere Anwälte vorschlagen, die mit Ihrem ehemaligen Partner zusammenarbeiten können. Obwohl es nicht so kostengünstig ist wie die Mediation, ist der Prozess des Collaborative Law ein kosteneffektiver Weg zu Lösungen für die Familie zu kommen.
Andrea Woelke ist Mitglied in Q’Pod, einer Gruppe von lesbischen und schwulen Anwälten, die im Collaborative Law geschult sind. Q’Pod beschäftigt sich insbesondere mit Herausforderungen, die aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen entstehen. Mitglieder bei Q’Pod sind schwule und lesbische Familienanwälte, die auf den Gebieten von Trennung, Umgangsrecht, Wohnrecht und finanziellen Ansprüchen bei Trennung arbeiten. Gleichzeitig behandeln alle Mitglieder von Q’Pod selbstverständlich auch Scheidungen und Trennungen von verschiedengeschlechtlichen Paaren.
Andrea Woelke ist Mediator und „Collaborative Lawyer“. Für Rechtsberatung durch Andrea Woelke zu Ihren persönlichen Umständen, nehmen Sie mit Alternative Family Law Kontakt auf. Rufen Sie uns an, oder schicken Sie uns eine E-Mail. ![]()
Stand: April 2009
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© Andrea Woelke 2009
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Dies ist nur ein Überblick über das Recht, die Praxis und das Verfahren in England und Wales und keine spezifische Rechtsberatung - alle Familien und Paare sind verschieden. Das Recht kann sich auch kurzzeitig geändert haben, und wir übernehmen deshalb keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben. Wo etwas durch Beispiele erklärt wird, können Ihre Umstände ein wenig anders sein, aber dieser Unterschied kann für die rechtliche Betrachtung wichtige Auswirkungen haben. Für eine individuelle Beratung setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
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